Eins

Present. Past.

Zwei

Traumtänzerin herself.

Drei

Guestbook. Contact Me.

Credits

Code/Design
Und dann ist mal wieder Sonntag. Der Tag zum Nachdenken. Zum Kraft tanken, zum Reflektieren. Wo komme ich her, wo gehöre ich hin. So viel ist passiert zwischen heute und den letzten Einträgen hier. Nach meiner kurzen Zeit als Junior PM bin ich nun PM und verantworte ein ganzes Segment. Mein Kopf ist viel weiter, ist er aber doch noch so klein. Meine Gedanken so groß, die Kraft so schwach. Ich lebe den Traum, von dem viele träumen. Immer weiter, immer höher. Dachte, dass ich mein aktuelles Leben nie so schnell erreichen werde. Gutes Gehalt, Firmenwagen, Eigentumswohnung. In mir drin ist aber immer noch dasselbe Mädchen. Das Mädchen, welches geliebt werden möchte. Welches unterstützt werden möchte. Das Mädchen mit dem kleinen Leben und den großen Träumen. Das Mädchen, welches sich vor zehn Jahres nichts hat einreden lassen, sondern an ihren Träumen festgehalten hat. Das Mädchen, was immer ein bisschen anders war. Was seine Herkunft verchweigt. Was manchmal gar nicht weiß, wo oben und unten ist. Weitergehen, stehenbleiben. Alles hinschmeißen und den leichten Weg wählen. Oder ständig aufreiben, einstecken, wachsen.

Und jetzt ist es nicht mehr nur der Job. Es ist das ganze Leben. Menschen, mit denen ich vor Jahren noch denselben Weg gegangen bin, gründen plötzlich eine Familie. Werden sesshaft. Und so schön es auch für sie ist, so komisch fühlt es sich für das eigene Leben an. Wo stehe ich, wo gehöre ich hin. Warum habe ich noch nicht den Wunsch, sesshaft zu werden und Kinder zu bekommen. Und gleichzeitig die Gewissheit - niemals wird es mehr so, wie es war. Niemals werde ich mit diesen Freunden unbeschwert feiern. Unbeschwert das Leben genießen. Dabei ist es langsam an der Zeit zu realisieren, dass diese Freunde die nächste Stufe des Lebens erreicht haben. Am Boden bleiben. Sich niederlassen. Und wenn sie in den Himmel schauen, sehen sie das Mädchen, was dort oben immer höher fliegt und versucht, die Wolken zu erreichen.
12.7.20 15:35


25.03.2018: Und dann ist da mal wieder das große Leben

Und dann ist da wieder mal das große Leben. Und das kleine Ich. Mit den viel zu kleinen Füßen, die in die viel zu großen Fußstapfen treten müssen. Und wenn du denkst, die letzte Zeit war eine Herausforderung, dann kommt eine neue Zeit mit noch so viel mehr Herausforderungen. Ich weiß nicht wo oben und unten ist. Weiter gehen, groß werden. Hier bleiben, klein bleiben. Alles hinschmeißen oder immer weiter im Hamsterrad. Das Leben zieht nur so vorbei und mit ihm auch die Chancen. Jeder Tag ist eine neue Chance und doch haben wir oft nicht die Kraft, diese Chancen zu nutzen. Sind gefangen in unserem Alltag. Umgeben von Menschen, für die das, was wir gerade machen, schon zu viel ist. Aber wir dürfen nicht zurück blicken. Vorwärts. Nur vorwärts. Heute Werkstudent, morgen Brand Manager. All die Dinge tun, von denen ihr keine Ahnung habt. All die Kraft zusammennehmen. Jeden Tag. Keine Zeit, um über die Vergangenheit nachzudenken. Die Distanz zwischen mir und der Vergangenheit wird immer größer jeden Tag. Das ist er also, der Preis der Freiheit. Der Preis des Wachsens und des Größer werdens. Wir verlieren den Kontakt zu unseren Wurzeln und können doch die Wolken noch nicht greifen. Schwerelosigkeit. In einer Welt, in der wir alles sein können, was wir wollen. Und doch einfach nur wir selbst sein wollen.
12.7.20 15:25


Herzlichen Glückwunsch - kauf dir Blumen!

Herzlichen Glückwunsch. Masterstudium durchgezogen. Masterarbeit durchgepowert. Kolloquium gestern sehr gut bestanden. Und dann - Leere. Herzlichen Glückwunsch. Kauf dir Blumen.

Wir wollen immer mehr erreichen. Höher fliegen. Hangeln uns von Erfolg zu Erfolg. Kaufen alles. Wollen alles besitzen. Um am Ende des Tages festzustellen, dass wir allein sind. Dass wir nur uns haben. Wir die einzigen sind, die auf uns stolz sind. Und wir uns eigentlich nichts sehnlicheres wünschen, als Zuspruch. Eine Umarmung. Ein ernst gemeintes, liebes Wort.

Je älter wir werden, desto mehr merken wir, was wirklich zählt in dieser Welt. In diesem Leben. All der Besitz, von dem uns am Ende nichts bleiben wird. Also die Vorsichtigkeit, mit der wir durch das Leben gegangen sind, die uns am Ende so vieles verwährt hat. All das Geld, mit dem wir um uns geschmissen haben, was den anderen Menschen gar nichts wert ist. Am Ende des Tages und auch des Lebens sind es die klitzekleinen Dinge, die uns ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Einen Sonnenstrahl in unsere Seele werfen. Der überraschende Besuch. Das liebevolle Geschenk. Die spontane Umarmung. Der noch spontanere Ausflug. Die Hand, die uns gehalten hat, als wir unsicher waren. Menschen, die uns unterstützt haben. An uns geglaubt haben. Unsere Hand nicht los gelassen haben. Die nicht nur unsere Erfolge, sondern auch unsere Misserfolge miterlebt haben und trotzdem an unserer Seite geblieben sind. Am Ende des Tages ist es genau das, auf was wir zurück blicken wollen. Und nicht auf die 10 Euro, mit denen wir uns damals an einem grauen Tag im Januar Blumen gekauft haben.
9.1.19 14:53


If you can dream it, you can do it.

Hoch hinaus. Immer mehr. If you can dream it, you can do it. Oder für meine Familie: Du kannst zwar träumen, aber bitte bleib einfach so wie wir alle. Du verdienst viel Geld? Schön für dich, aber bitte erzähl es niemandem. Du führst ein tolles, erfolgreiches Leben? Ja ja, schön. Lass uns Fernsehen gucken.

Hoch hinaus wollen und klein machen passen einfach nicht zusammen. Und haben nie zusammen gepasst. Schon früher nicht und heute erst recht nicht. Ich hatte schon früh träume, die mich motiviert haben. Motiviert, mein Abi sehr gut abzuschließen. Motiviert, in dieser Kleinstadt nicht den Kopf hängen lassen. Morgens im Bus mit Clueso von Chicago geträumt.

Ich werde mich nicht hinter meiner Leistung verstecken. Niemand wird das. Ich gehe gehöre im Studium durch eine anstrengende Zeit, aber ich weiß, wofür ich das tue. Ich habe Ziele. Ich stehe morgens auf mit einem Ziel und gehe abends ins Bett mit einem Ziel. Unsere Lebenswelten sind nicht die gleichen. Das sind sie schon lange nicht mehr. Und das werden sie auch nie wieder sein. Ich mache euch dafür auch keine Vorwürfe. Ich bin dankbar für alles, was ihr mir mit auf den Weg gegeben habt. Für all die Wurzeln und all die Flügel. Und wenn ich jetzt fliege, dann lasst mich fliegen. Ich lasse euch daran teilhaben und doch ist es meine eigene Geschichte.

If you can dream it, you can do it.
22.1.17 19:09


Groß ist die Welt.

Und klein bin ich. Und all die Gedanken in meinem kleinen Kopf. Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zwischen großer Welt und kleinem Mikrokosmos. Zu viele Gedanken um sie in einen Text zu schreiben.

Impossible is nothing. Damit begann es vor 4 Monaten und nun sitze ich in München und mache einen Master of Science in meiner Passion. Wieder einmal ist das unmögliche für mich wahr geworden. Impossible is nothing. Für euch ist vieles nicht möglich. Wie soll es nur werden und wo soll es nur hinführen. Was ist, wenn du fällst?

"Oh, my darling, what if you fly?" antworte ich ihnen. Zwischen Omni-channel Marketing und Digitalisierung. Zwischen High potential und assessment center. Einer Welt, die sie nicht kennen. Eine Welt, die sie nicht kennen wollen. Und ich mittendrin. Immer wieder versuchend, meine große kleine Welt herunterzuspielen. In kleine Teile zu zerbrechen. Euch ein kleines Stück davon geben zu können.

Und dann der ewige Konflikt zwischen sich verstecken und sich zeigen. Zwischen Performance und Schüchternheit. Ich, das kleine Mädchen mit dem Zuhause in der Welt, dem Herzen voller Liebe und Hoffnung, der Kopf bis zum Anschlag gefüllt mit Optimismus. Der Konflikt begann vor vielen Jahren. Damals im Zimmer sitzend, ich gegen die Welt. Heute in der Welt, ich mit der Welt. Sich nicht für Leistung und Wissen verstecken. Stolz auf sich sein. Mit Hoffnung und Mut durch alle Mauern. Unf dann, dann komme ich wieder zurück in euren kleinen Mikrokosmos. Von Zeit zu Zeit presse ich meine große kleine Welt in euren Mikrokosmos. Versuche euch zu verstehen. Versuche euch, meine große kleine Welt näher zu bringen. Verstecke wer ich nun bin auf der Suche nach Harmonie und Anerkennung. Zwischen Business Woman und kleinem Ost-Püppchen. Zwischen Talentprogrammen und dem Talent, wieder eine von euch zu sein. Wenigstens für ein Wochenende.

Impossible is nothing.
25.10.16 19:37


Unten und oben.

Das Leben ist geprägt von Entscheidungen. Wer möchte man sein. Wo möchte man hin. Zwischen Business und Familienplanung. Bachelor, Master, Karriere. Julia, Jonas, Windeln wechseln. Welcher Weg ist der Richtige?

Egoistisch die Karriere verfolgen. Vorankommen. Ellenbogengesellschaft. Immer höher. Immer weiter. Anerkennung.

Oder doch lieber die Familie. Beisammen sein. Liebe spüren. Kleine Wesen erschaffen und sie zu etwas ganz besonderem machen. Seine eigenen Pläne in den Hintergrund stellen. Aber dann doch mit lachenden Kinderaugen belohnt werden.

Die Zeit zwischen 20 und 30 sollte definitiv mehr Jahre haben. Zeit zum Reisen. Zum Verlieben. Zum Umziehen. Zum Erfahrungen sammeln. Und doch reiht man Semester an Semester. Prüfung an Prüfung. Wunsch an Wunsch. Und findet sich dann selbst an einem Sonntagnachmittag im Bett. Und dieser Moment kann durch nichts ersetzt werden.

Ich möchte mich nicht für einen Weg entscheiden müssen. Ich möchte Karriere. Und Kinder. Und Lieben. Und Reisen. Und Erfahrungen sammeln. Und Anerkennung bekommen. Und vor allem möchte ich eines - glücklich sein.
4.10.15 16:59


Wo?

Wo ist mein Leben geblieben? All die Lebensfreude? All der Mut? All die tollen Momente? Die unendliche Kraft? Die Lust auf Veränderung?

Seit ein paar Tagen bin ich wieder zurück in Deutschland. Was anfangs total schön und aufregend war, weil es einige Neuheiten zu etdecken gab, ist mittlerweile einfach nur in pure Frustration umgeschlagen.

Wo ist mein Leben geblieben? Ich möchte frei sein, die Nächte durch machen, ein richtiger Student sein. Stattdessen kaufe ich am Freitagabend im Rewe ein Kräuterbaguette ein, während all die anderen Leute sich bereit machen zum Feiern.

Immer dieser Freiheitsdrang. Ungebunden sein. Alles auf eigene Faust erkunden. Bis man wieder zu dem Entschluss kommt, dass das Leben bodenlos ist. Dass es kein Netz gibt, was mich auffängt.

Hin und her gerissen zwischen all den Möglichkeiten. Ich kann mich mit der Situation einfach nicht zufrieden geben.

Dabei ist alles so perfekt. Wir lieben uns. Wir wohnen zusammen.
Dabei liegt mir so viel an unserer Beziehung. All unseren Plänen. Unseren Vorhaben. Träumen. Gedanken. Wünschen.

Aber ich bin 23. Und nicht 30.
1.3.15 11:16


 [eine Seite weiter]
Gratis bloggen bei
myblog.de